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Dübendorf & Gemeinden weiter südlich


Südlich des Flughafens Zürich (Südanflugbereich)

Die Gemeinden in der südlichen Verlängerung der Pistenachse 16/34 liegen seit Herbst 2003 im Einflussbereich des Südanflugs.

Pistensystem am Flughafen Zürich

Zu beurteilende Situation

Im Herbst 2003 mussten aufgrund der deutschen Anflugbeschränkungen während der morgendlichen Sperrzeiten Landungen aus Süden auf die Piste 34 eingeführt werden.
Zur Situation im südlichen Nahbereich

Aktueller Stand der Abarbeitung der Entschädigungsbegehren in Dübendorf & Gemeinden weiter südlich des Flughafens Zürich

Anzahl eingegangene Forderungen Erledigt Erledigungsquote
7'500 4'275
57%

Gerichtliche Leitentscheide

Unvorhersehbarkeit per 01.01.1961 gilt generell
Mit Urteil vom 18. März 2016 (BGE 142 II 128) hat das Bundesgericht (BGer) den 1. Januar 1961 als Stichtag für die Vorhersehbarkeit auch für den Südanflugbereich des Flughafens (als letztes noch strittiges Gebiet) bestätigt. Für eine Lärmentschädigung infolge übermässigen Fluglärms ist somit für Forderungssteller aller Flughafenregionen erforderlich, dass das Grundstück vor dem 1. Januar 1961 erworben wurde (bzw. sich bereits vor dem 1. Januar 1961 im Familienbesitz befunden hatte).

Kein direkter Überflug in Gockhausen und Stettbach
Unabhängig von den Kriterien für eine Immissionsenteignung kann eine Entschädigung geschuldet sein, wenn ein Grundstück regelmässig (durch landende Flugzeuge) in geringer Höhe direkt überflogen wird. Ein Anspruch auf Entschädigung infolge eines direkten Überflugs besteht jedoch nur unter strengen Voraussetzungen in unmittelbarer Nähe der Landepisten des Flughafens Zürich. Mit Urteil vom 18. März 2016 (BGE 142 II 128) hat das BGer bestätigt, dass die Überflughöhe von 350 Metern in Gockhausen und Stettbach – keinen direkten Überflug im engeren Sinne darstellt.

Aktuelle Einschätzung

Betreffend den Südanflugbereich sind immer noch verschiedene Fragen offen. Dazu laufen entsprechende Pilotverfahren. Eindeutig geklärt ist jedoch, dass Grundeigentümer, die ihre Liegenschaft nach dem 1. Januar 1961 erworben haben, grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Lärmentschädigung haben. Zudem wurde für Überflüge in einer Höhe von 350 Metern und mehr ein direkter Überflug verneint. Deshalb empfiehlt die Flughafen Zürich AG allen Forderungsstellern, die ihr Eigentum erst nach 1961 erworben haben und deren Grundstück in einer entfernteren Südgemeinde (südlich von Stettbach/Dübendorf) liegt, ihr Begehren zurückzuziehen.

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